Dupuytren-Kontraktur: Symptome, Behandlung und Operation
Bei der Dupuytren-Kontraktur (Morbus Dupuytren) verdickt und vernarbt das Bindegewebe der Hohlhand gutartig, aber meist über Jahre langsam fortschreitend. Es entstehen tastbare Knoten und Stränge, die im Verlauf zu einer zunehmenden Beugekontraktur einzelner Finger führen können, am häufigsten sind Ring- und Kleinfinger betroffen. Im Frühstadium ohne relevante Kontraktur reicht meist eine Beobachtung aus, bei ausgeprägterer Kontraktur stehen minimalinvasive und operative Verfahren zur Verfügung. Wir erklären, woran Sie eine Dupuytren-Kontraktur erkennen, wie sie untersucht wird und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Termin vereinbarenDas Wichtigste auf einen Blick
Was ist es?
Eine gutartige, meist langsam fortschreitende Verdickung und Vernarbung des Bindegewebes der Hohlhand (Palmarfaszie), mit familiärer Häufung.
Typische Beschwerden
Zunächst tastbare Knoten und Stränge in der Hohlhand, im Verlauf eine zunehmende Beugekontraktur meist von Ring- und Kleinfinger.
Diagnostik
Klinische Untersuchung mit Tastbefund und Tischplattenprobe, Messung des Streckdefizits an den betroffenen Fingergelenken.
Behandlung
Im Frühstadium meist Beobachtung; bei umschriebenem Strang kann eine Nadelfasziotomie infrage kommen, bei relevanter Kontraktur die operative Fasziektomie.
Operation notwendig?
Erst bei relevantem Streckdefizit im Fingergrundgelenk (Faustregel ab etwa 30°) oder positiver Tischplattenprobe.
Prognose
Gutartige Erkrankung ohne Gefährdung der Hand als Ganzes; ein Fortschreiten oder ein erneutes Auftreten im Verlauf ist jedoch möglich.
Welche Symptome verursacht eine Dupuytren-Kontraktur?
Am Anfang stehen meist unauffällige, aber tastbare Knoten und Verhärtungen in der Hohlhand, häufig in Höhe des Ring- oder Kleinfingers, die zunächst kaum Beschwerden verursachen.
Aus diesen Knoten entwickeln sich im Verlauf strangartige Verdickungen, die vom Handballen in Richtung der Finger ziehen. Zieht sich ein solcher Strang zusammen, kann der betroffene Finger zunehmend in eine gebeugte Stellung gezogen werden, zunächst meist im Fingergrundgelenk, im weiteren Verlauf mitunter auch im Mittelgelenk. Die aktive und passive Streckung des Fingers wird dadurch schrittweise schwieriger und kann in ausgeprägten Fällen ganz unmöglich werden.
Schmerzen stehen bei der Dupuytren-Kontraktur meist nicht im Vordergrund; viele Betroffene beschreiben allenfalls ein Spannungsgefühl in der Hohlhand. Im Alltag macht sich die Erkrankung vor allem durch die zunehmende Funktionseinschränkung bemerkbar: Die Hand lässt sich nicht mehr vollständig flach auf eine Oberfläche legen, das Anziehen eines Handschuhs oder das Hineingreifen in eine enge Hosentasche fällt schwerer, und auch der volle Handschluss beim Händeschütteln oder Greifen kann beeinträchtigt sein. Meist sind Ring- und Kleinfinger betroffen, seltener auch Mittel-, Zeige- oder Daumen. Die Erkrankung kann eine oder beide Hände betreffen und mehrere Finger gleichzeitig einbeziehen.
Wann sollten Sie zeitnah einen Arzt aufsuchen?
Eine Dupuytren-Kontraktur selbst ist kein Notfall
Die Veränderungen entwickeln sich meist über Jahre und erfordern in aller Regel keine sofortige Behandlung. In folgenden Situationen sollten Sie die Hand dennoch zeitnah ärztlich untersuchen lassen:
- Deutliche Rötung, Überwärmung, Schwellung oder Schmerzen im Bereich eines Knotens oder Strangs, hierfür kann auch eine andere Ursache verantwortlich sein
- Eine ungewöhnlich rasche Zunahme der Knoten, Stränge oder der Beugekontraktur innerhalb weniger Wochen bis Monate
- Eine bereits deutliche Einschränkung von Faustschluss oder Greiffunktion, die den Alltag spürbar beeinträchtigt
Bei einem Teil der Betroffenen treten begleitend weitere Bindegewebsverdickungen auf, etwa Knötchen über den Fingerknöcheln, an der Fußsohle oder im Genitalbereich. Auch solche Veränderungen können Sie im Rahmen der Untersuchung ansprechen.
Was ist eine Dupuytren-Kontraktur?
Die Erkrankung im Detail
Unter der Haut der Hohlhand liegt eine bindegewebige Platte, die Palmarfaszie, die der Haut Halt gibt und den festen Griff der Hand unterstützt. Bei der Dupuytren-Kontraktur kommt es in diesem Bindegewebe zu einer krankhaften Vermehrung von Zellen und Kollagen: Es bilden sich zunächst Knoten, aus denen sich im Verlauf straffe Stränge entwickeln. Ziehen sich diese Stränge zusammen, kann der zugehörige Finger zunehmend und dauerhaft in eine Beugestellung gezogen werden.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genaue Ursache der Dupuytren-Kontraktur ist nicht abschließend geklärt. Bekannt ist jedoch, dass mehrere Faktoren die Entstehung begünstigen:
- Genetische Veranlagung, die Erkrankung tritt in manchen Familien deutlich gehäuft auf
- Männer sind insgesamt häufiger und oft auch ausgeprägter betroffen als Frauen
- Ein höheres Lebensalter, meist ab dem mittleren Erwachsenenalter
- Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus
- Regelmäßiger Alkoholkonsum sowie Rauchen werden als begünstigende Faktoren diskutiert
- Bestimmte Medikamente, etwa manche Antikonvulsiva, werden mit einem erhöhten Risiko in Verbindung gebracht
Bei einem Teil der Patienten treten zusätzlich weitere, verwandte Bindegewebsveränderungen auf, etwa Knötchen über den Fingergelenken, eine Bindegewebsverdickung der Fußsohle oder des Penis. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer sogenannten Dupuytren-Diathese, die mit einem tendenziell ausgeprägteren Verlauf einhergehen kann.
Dupuytren-Kontraktur oder andere Ursachen einer Fingerbeschwerde, wo liegt der Unterschied?
Beschwerden an den Fingern können mehrere unterschiedliche Ursachen haben. Eine sorgfältige Untersuchung hilft, diese voneinander abzugrenzen:
- Dupuytren-Kontraktur: Eine meist schmerzlose Verdickung des Bindegewebes der Hohlhand mit tastbaren Knoten und Strängen, die zu einer zunehmenden Beugekontraktur führt. Die Fingergelenke selbst sind dabei ursprünglich nicht erkrankt.
- Tendovaginitis stenosans (schnellender oder schnappender Finger): Eine Einengung des Ringbands der Beugesehnenscheide, die dazu führt, dass der Finger beim Strecken oder Beugen ruckartig einschnappt oder sich zwischenzeitlich blockiert. Häufig bestehen dabei auch Schmerzen an der Beugeseite des betroffenen Fingergrundgelenks.
- Fingerpolyarthrose: Ein Verschleiß mehrerer Fingergelenke mit schmerzhafter Schwellung und knöchernen Auftreibungen unmittelbar an den Gelenken selbst, oft belastungsabhängig.
Diese Krankheitsbilder können in Einzelfällen auch gemeinsam auftreten. Welche Ursache im Einzelfall vorliegt, klärt die klinische Untersuchung.
Wie wird eine Dupuytren-Kontraktur diagnostiziert?
Klinische Untersuchung
Die Diagnose einer Dupuytren-Kontraktur wird in aller Regel klinisch gestellt, eine Bildgebung ist bei typischem Befund meist nicht erforderlich. Durch Abtasten der Hohlhand lassen sich die charakteristischen Knoten und Stränge sowie ihre Ausdehnung in Richtung der Finger erfassen. Geprüft wird außerdem, welche Finger und welche Gelenke betroffen sind sowie ob bereits eine spürbare Einschränkung der Streckung besteht.
Tischplattenprobe (Tabletop-Test)
Eine einfache und etablierte klinische Prüfung ist die sogenannte Tischplattenprobe: Dabei wird versucht, die Handfläche mit gestreckten Fingern vollständig flach auf eine ebene Unterlage, etwa eine Tischplatte, zu legen. Gelingt dies nicht mehr, spricht man von einer positiven Tischplattenprobe, ein wichtiger klinischer Hinweis für die Einschätzung des Schweregrads und die Behandlungsplanung.
Messung des Streckdefizits
Für jedes betroffene Fingergelenk wird das sogenannte Streckdefizit bestimmt, also der Winkel, um den das Gelenk nicht mehr vollständig gestreckt werden kann. Diese Messung wird in der Regel im Verlauf wiederholt, um ein Fortschreiten frühzeitig zu erkennen und den passenden Zeitpunkt für eine Behandlung mitzubestimmen.
Was können Sie selbst tun?
Im Frühstadium ohne relevante Kontraktur ist meist keine spezielle Behandlung notwendig, eine regelmäßige Verlaufsbeobachtung reicht in der Regel aus.
Ergotherapeutische Dehnübungen und ein gezieltes Bewegungstraining können die Beweglichkeit der Finger im Alltag unterstützen und werden von manchen Patienten als angenehm empfunden. Sie haben jedoch nur einen begrenzten Effekt auf den eigentlichen Krankheitsverlauf und können die fortschreitende Vernarbung des Bindegewebes nicht aufhalten. Sinnvoll ist es, Veränderungen der Beweglichkeit selbst im Blick zu behalten, etwa ob sich die Hand noch flach auf eine Unterlage legen lässt, und bei zunehmender Einschränkung zeitnah einen Termin zur erneuten Untersuchung zu vereinbaren.
Wie wird eine Dupuytren-Kontraktur behandelt?
Nein, nicht jede Dupuytren-Kontraktur muss behandelt werden. Solange keine relevante Beugekontraktur oder Funktionseinschränkung besteht, reicht in der Regel eine Beobachtung aus.
Ob und wann eine Behandlung sinnvoll ist, richtet sich vor allem nach dem Ausmaß des Streckdefizits an den betroffenen Gelenken, der Anzahl der betroffenen Finger, dem Ergebnis der Tischplattenprobe sowie der Beeinträchtigung im Alltag. Ein tastbarer Knoten ohne relevante Kontraktur rechtfertigt für sich genommen noch keine aktive Behandlung.
Konservative und minimalinvasive Behandlung einer Dupuytren-Kontraktur
Diese Maßnahmen lindern Beschwerden bzw. verbessern gezielt die Streckung eines Fingers, die zugrunde liegende Bindegewebserkrankung selbst beeinflussen sie jedoch nicht dauerhaft.
Beobachtung im Frühstadium
Solange keine relevante Beugekontraktur oder Funktionseinschränkung besteht, ist eine regelmäßige klinische Kontrolle ohne aktive Behandlung die empfohlene Vorgehensweise.
Ergotherapie und Dehnübungen
Gezielte Übungen und Dehnungen können die Beweglichkeit im Alltag unterstützen. Sie beeinflussen den eigentlichen Krankheitsverlauf, die fortschreitende Vernarbung des Bindegewebes, nach heutigem Wissen jedoch nur begrenzt.
Perkutane Nadelfasziotomie
Bei einem umschriebenen, gut abgrenzbaren Strang kann dieser minimalinvasiv mit einer Nadel unter örtlicher Betäubung durchtrennt werden, ohne dass ein offener operativer Zugang notwendig ist. Das Verfahren kann die Streckfähigkeit verbessern; bei ausgedehnterem Befund oder mehreren betroffenen Gelenken ersetzt es jedoch nicht die operative Fasziektomie.
Die Dupuytren-Kontraktur ist eine Erkrankung des Bindegewebes der Hohlhand und keine Reizung eines Sehnenansatzes oder ein Sehnenverschleiß. Verfahren, die auf eine Regeneration von gereiztem oder degenerativ verändertem Sehnengewebe abzielen, etwa Stoßwellentherapie, hochintensive Lasertherapie oder eine PRP-Infiltration, setzen an einem anderen Mechanismus an und spielen bei der Behandlung der Dupuytren-Kontraktur deshalb keine Rolle.
Als weitere minimalinvasive Option wurde in der Vergangenheit auch eine enzymatische Fasziotomie mittels Kollagenase-Injektion eingesetzt, bei der ein Enzym den verdickten Strang gezielt aufweicht. Dieses Verfahren steht in Deutschland aktuell jedoch kaum noch bzw. nur eingeschränkt zur Verfügung. Sprechen Sie uns bei Interesse an dieser Option gerne an, damit wir gemeinsam mit Ihnen prüfen können, ob sie im Einzelfall infrage kommt.
Wann ist eine Operation sinnvoll?
Eine Operation kann sinnvoll sein, wenn die Beugekontraktur so weit fortgeschritten ist, dass die Streckfähigkeit relevant eingeschränkt und die Handfunktion im Alltag spürbar beeinträchtigt ist.
Als Faustregel gilt ein Streckdefizit im Fingergrundgelenk von etwa 30° oder mehr, ebenso eine positive Tischplattenprobe, bei der sich die Hand nicht mehr flach auf eine Unterlage legen lässt. Auch eine ausgeprägte Beteiligung des Fingermittelgelenks oder eine rasche Zunahme der Kontraktur können für eine Operation sprechen. Die endgültige Entscheidung wird individuell anhand des klinischen Befunds, der betroffenen Gelenke und der persönlichen Beeinträchtigung getroffen.
Welches Operationsverfahren kommt infrage?
Bei relevanter Kontraktur ist die partielle Fasziektomie das operative Standardverfahren.
Partielle Fasziektomie
Bei der partiellen Fasziektomie wird das erkrankte, verdickte und vernarbte Bindegewebe der Hohlhand über einen offenen Zugang gezielt entfernt, sodass sich der betroffene Finger wieder strecken lässt. Sie gilt als das etablierte operative Standardverfahren bei relevanter Dupuytren-Kontraktur.
Welcher genaue Zugang und Umfang der Operation im Einzelfall gewählt wird, hängt vom betroffenen Finger, der Anzahl der Stränge und dem Ausmaß der Kontraktur ab. Ausführliche Informationen zum Ablauf, zur Nachbehandlung und zu möglichen Risiken finden Sie auf der Seite zur Fasziektomie.
Wie geht es nach der Behandlung weiter?
Nach einer perkutanen Nadelfasziotomie ist die Belastung der Hand meist rasch wieder möglich, häufig unterstützt durch eine kurzzeitige Schienung und Bewegungsübungen. Nach einer operativen Fasziektomie wird die Hand zunächst geschont und häufig mit einer Schiene in gestreckter Position ruhiggestellt, um das erreichte Streckergebnis zu sichern. Handtherapie unterstützt in den folgenden Wochen die Wundheilung, die Narbenpflege und die schrittweise Wiedergewinnung von Beweglichkeit und Kraft.
Den genauen zeitlichen Ablauf der Nachbehandlung nach einer Fasziektomie, von der Schienenversorgung bis zur vollständigen Belastbarkeit, finden Sie ausführlich auf der zugehörigen Seite zur Fasziektomie bei Dupuytren-Kontraktur.
Wie ist die Prognose bei einer Dupuytren-Kontraktur?
Die Dupuytren-Kontraktur ist eine gutartige Erkrankung, die die Hand als Ganzes nicht gefährdet, jedoch typischerweise über Jahre langsam fortschreiten kann. Ohne Behandlung bildet sich eine bereits eingetretene Beugekontraktur nicht von selbst zurück.
Eine perkutane Nadelfasziotomie oder eine operative Fasziektomie können die Streckfähigkeit des betroffenen Fingers bei passender Indikation deutlich verbessern. Da es sich um eine Bindegewebserkrankung mit einer gewissen Neigung zum Fortschreiten handelt, ist ein erneutes Auftreten von Strängen und einer Kontraktur im Verlauf, auch nach zunächst erfolgreicher Behandlung, möglich. Wie hoch dieses Risiko im individuellen Fall ist, hängt unter anderem vom gewählten Verfahren, dem Ausmaß der Erkrankung und persönlichen Risikofaktoren ab und wird am besten im persönlichen Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt besprochen.
Häufig gestellte Fragen zur Dupuytren-Kontraktur
Was ist Morbus Dupuytren?
Morbus Dupuytren, auch Dupuytren-Kontraktur genannt, ist eine gutartige, meist langsam fortschreitende Verdickung und Vernarbung des Bindegewebes der Hohlhand. Dabei bilden sich Knoten und Stränge, die im Verlauf einen oder mehrere Finger zunehmend in eine Beugestellung ziehen können, meist beginnend am Ring- oder Kleinfinger.
Ist eine Dupuytren-Kontraktur gefährlich?
Nein, die Erkrankung ist gutartig und stellt keine Gefahr für die Hand als Ganzes oder die allgemeine Gesundheit dar. Sie kann jedoch im Verlauf die Handfunktion im Alltag zunehmend einschränken, weshalb eine regelmäßige Verlaufskontrolle sinnvoll ist.
Muss eine Dupuytren-Kontraktur immer operiert werden?
Nein. Solange keine relevante Beugekontraktur oder Funktionseinschränkung besteht, reicht meist eine Beobachtung aus. Eine Behandlung, minimalinvasiv oder operativ, kommt vor allem dann infrage, wenn die Streckung eines Fingers deutlich eingeschränkt ist oder die Tischplattenprobe positiv ausfällt.
Was ist die Tischplattenprobe?
Bei der Tischplattenprobe wird versucht, die Handfläche mit gestreckten Fingern vollständig flach auf eine ebene Unterlage zu legen. Gelingt dies nicht mehr, spricht man von einer positiven Tischplattenprobe, die als wichtiger klinischer Hinweis in die Behandlungsentscheidung einfließt.
Helfen Ergotherapie oder Dehnübungen gegen die Kontraktur?
Sie können die Beweglichkeit im Alltag unterstützen, beeinflussen den eigentlichen Krankheitsverlauf, die fortschreitende Vernarbung des Bindegewebes, jedoch nur begrenzt und können eine bereits bestehende Kontraktur nicht rückgängig machen.
Kommt für mich eine Kollagenase-Injektion infrage?
Die enzymatische Fasziotomie mittels Kollagenase-Injektion wurde in der Vergangenheit als Behandlungsoption eingesetzt, steht in Deutschland aktuell jedoch kaum noch bzw. nur eingeschränkt zur Verfügung. Ob sie im Einzelfall infrage kommt, besprechen wir am besten gemeinsam in der Sprechstunde.
Wie unterscheidet sich Dupuytren von einem schnellenden Finger?
Bei der Dupuytren-Kontraktur verdickt sich das Bindegewebe der Hohlhand und zieht den Finger allmählich in eine Beugestellung. Beim schnellenden Finger (Tendovaginitis stenosans) ist dagegen das Ringband der Beugesehnenscheide verengt, sodass der Finger beim Bewegen ruckartig einschnappt oder sich blockiert, meist verbunden mit Schmerzen an der Beugeseite des Fingergrundgelenks.
Kommt die Dupuytren-Kontraktur nach der Operation wieder?
Ein erneutes Auftreten von Strängen und einer Kontraktur ist im Verlauf möglich, da es sich um eine Bindegewebserkrankung mit einer gewissen Neigung zum Fortschreiten handelt. Eine verlässliche, allgemeingültige Zahl zur Häufigkeit lässt sich hierzu seriös nicht angeben, da dies unter anderem vom gewählten Verfahren und individuellen Faktoren abhängt. Regelmäßige Nachkontrollen helfen, ein erneutes Fortschreiten frühzeitig zu erkennen.
Behandlung der Dupuytren-Kontraktur bei MedArtes
Am Anfang steht bei uns immer eine genaue Diagnose. Auf dieser Grundlage besprechen wir gemeinsam mit Ihnen, welche Behandlung in Ihrer individuellen Situation medizinisch sinnvoll ist.
Je nach Befund reicht das Spektrum von einer reinen Verlaufsbeobachtung über eine perkutane Nadelfasziotomie bei umschriebenem Strang bis hin zur operativen Fasziektomie bei relevanter Kontraktur. Wir legen dabei besonderen Wert auf eine differenzierte Diagnostik und eine auf Ihren Befund abgestimmte, individuell besprochene Verfahrenswahl.
Unser Spezialist für Hand & Ellenbogen
Zweitmeinung vor einer Dupuytren-Operation
Da es sich bei der operativen Fasziektomie meist um einen planbaren, elektiven Eingriff handelt, kann eine unabhängige Zweitmeinung eine gute Entscheidungsgrundlage bieten. Dabei werden Ihre Beschwerden, der Tastbefund, das Ergebnis der Tischplattenprobe, das gemessene Streckdefizit sowie das empfohlene Vorgehen erneut eingeordnet. So können Sie Ihre Entscheidung für oder gegen eine Operation auf einer zusätzlichen fachlichen Einschätzung aufbauen.
Das könnte Sie auch interessieren
Beschwerden abklären lassen
Wenn Ihre Hand Sie im Alltag zunehmend einschränkt oder Sie eine spezialisierte Einschätzung Ihrer Diagnose oder einer empfohlenen Behandlung wünschen, vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Sprechstunde.