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LEISTUNGEN · KONSERVATIVE THERAPIE

Stoßwellentherapie (ESWT)

Gezielte Impulse für Heilung und Regeneration: Die extrakorporale Stoßwellentherapie ist ein etabliertes, nicht-invasives Verfahren zur Behandlung chronischer Beschwerden an Sehnen, Muskeln und Knochenansätzen, individuell abgestimmt und nach sorgfältiger ärztlicher Diagnostik.

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Was ist Stoßwellentherapie?

Grundlagen und Wirkprinzip

Bei der Stoßwellentherapie werden kurze, hochenergetische mechanische Druckimpulse gezielt auf das betroffene Gewebe übertragen. Das unterscheidet sie grundlegend von elektrischen Stimulationsverfahren, bei denen elektrischer Strom Nerven oder Muskeln reizt: Die Stoßwelle wirkt rein mechanisch, als Druckwelle durch das Gewebe, auf Sehnen-, Muskel- und Knochenstrukturen.

Die genauen biologischen Wirkmechanismen sind Gegenstand fortlaufender Forschung. Mehrere Effekte werden diskutiert und sind teilweise gut belegt.

Mögliche Wirkmechanismen

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Mechanische Stimulation

Gezielte Reize im Gewebe, die körpereigene Regenerationsprozesse anstoßen können.

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Stoffwechsel & Regeneration

Möglicher Einfluss auf lokale Zellaktivität und Reparaturvorgänge im behandelten Gewebe.

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Durchblutung

Diskutiert wird ein positiver Einfluss auf die lokale Durchblutung, der Heilungsprozesse unterstützen kann.

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Chronische Sehnenbeschwerden

Insbesondere bei chronischen, auf andere Maßnahmen nicht ausreichend ansprechenden Tendinopathien eingesetzt.

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Schmerzlinderung

Kann zu einer Reduktion der Schmerzwahrnehmung im behandelten Bereich beitragen.

Die genannten Effekte sind mögliche Wirkungen und stellen kein Heilversprechen dar. Ob und wie eine Stoßwellentherapie in Ihrem individuellen Fall wirkt, besprechen wir im persönlichen Gespräch.

Wann setzen wir die Stoßwellentherapie ein?

Vor allem bei chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden des Bewegungsapparates, insbesondere wenn andere konservative Maßnahmen bislang nicht ausreichend geholfen haben.

Fersenschmerz / Plantarfasziitis & Fersensporn

Chronische Reizung der Plantarfaszie an der Fußsohle, häufig verbunden mit einem knöchernen Fersensporn. Mehr zur Region Fuß & Sprunggelenk.

Tennisellenbogen / Epicondylitis

Schmerzhafte Sehnenansatzreizung am äußeren Ellenbogen, meist durch Überlastung bedingt. Mehr zur Region Hand & Ellenbogen.

Kalkschulter (Tendinosis calcarea)

Kalkeinlagerung in der Rotatorenmanschette mit Schmerzen und Bewegungseinschränkung der Schulter. Mehr zur Region Schulter.

Patellaspitzensyndrom

Reizung der Sehne am unteren Kniescheibenpol, häufig bei Sprungsportarten ("Jumper's Knee").

Achillessehnenbeschwerden

Chronische Reizung oder Degeneration der Achillessehne, oft belastungsabhängig.

Sehnenansatzbeschwerden

Reizzustände an Sehnenansätzen verschiedener Gelenke, häufig überlastungsbedingt.

Trochanterbeschwerden

Schmerzhafte Reizung im Bereich des großen Rollhügels der Hüfte (z.B. Bursitis, Tendinopathie). Mehr zur Region Hüfte.

Chronische Muskel- und Sehnenbeschwerden

Verspannungen, Myogelosen und chronische muskuläre Überlastungsreaktionen.

Fokussierte und radiale Stoßwellentherapie

Zwei technisch unterschiedliche Verfahren, die je nach Erkrankung, betroffener Struktur und Gewebetiefe zum Einsatz kommen.

Fokussierte Stoßwellentherapie (fESWT)

  • Energie wird auf einen definierten Punkt in der Tiefe fokussiert
  • Erreicht auch tiefer liegende Strukturen präzise
  • Höhere lokale Energiedichte am Zielpunkt
  • Typisch z.B. bei Kalkschulter oder tiefen Sehnenansätzen

Radiale Druckwellentherapie (rESWT)

  • Druckwelle breitet sich kegelförmig ins Gewebe aus
  • Wirkt eher oberflächennah, größere Behandlungsfläche
  • Geringere Eindringtiefe, breitere Wirkzone
  • Typisch z.B. bei Plantarfasziitis, Tennisellenbogen oder Muskeltriggerpunkten

Welches Verfahren im Einzelfall geeignet ist, hängt von Diagnose, betroffener Struktur und deren Lage im Gewebe ab. Die Auswahl der Methode erfolgt bei uns immer erst nach ärztlicher Untersuchung und individueller Indikationsstellung.

So läuft die Behandlung ab

Schritt 1

Ärztliche Untersuchung und Diagnosestellung

Ausführliche Anamnese und klinische Untersuchung, bei Bedarf ergänzt durch bildgebende Diagnostik.

Schritt 2

Festlegung der Behandlungsregion

Genaue Lokalisation der betroffenen Struktur, häufig durch Tastbefund oder Ultraschall.

Schritt 3

Durchführung der Stoßwellentherapie

Die Anwendung erfolgt ambulant, ohne Betäubung und dauert meist nur wenige Minuten.

Schritt 4

Verlaufskontrolle

Beurteilung des Ansprechens, ggf. weitere Sitzungen oder Kombination mit weiteren Maßnahmen.

Meist sind mehrere Sitzungen im Abstand von etwa einer Woche notwendig. Eine spürbare Besserung tritt häufig erst im Verlauf mehrerer Wochen nach Abschluss der Behandlungsserie ein, da biologische Regenerationsprozesse Zeit benötigen.

Evidenzbasiert und differenziert betrachtet

Die extrakorporale Stoßwellentherapie wird seit vielen Jahren in der Orthopädie eingesetzt und ist Gegenstand zahlreicher klinischer Studien. Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch nicht für alle Indikationen gleich stark ausgeprägt: Für einige Anwendungsgebiete, etwa die Plantarfasziitis oder die Kalkschulter, liegen vergleichsweise robuste Studiendaten vor, während die Datenlage bei anderen Indikationen weniger eindeutig ist.

Ein Behandlungserfolg lässt sich im Einzelfall nicht garantieren. Die Kostenübernahme ist je nach Indikation und Krankenversicherung unterschiedlich geregelt; bei vielen Indikationen handelt es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Über die voraussichtlichen Kosten informieren wir Sie im Vorfeld.

Physiotherapie Gezieltes Training Einlagenversorgung Belastungssteuerung Lasertherapie Infiltrationsbehandlungen Regenerative Therapieverfahren

Beschwerden, die nicht von selbst besser werden?

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin, wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, ob die Stoßwellentherapie für Ihre Beschwerden eine geeignete Option ist.

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