Infiltration der Nervi occipitales
Bei Kopfschmerzen, die von einer Reizung der Nervi occipitales im Bereich des Hinterkopfes ausgehen, kann eine gezielte Infiltration dieser Nervenäste vorübergehend Linderung verschaffen.
Termin vereinbarenSo läuft die Behandlung ab
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Ärztliche Untersuchung und Diagnosestellung
Ausführliche Anamnese und klinische Untersuchung mit gezielter Prüfung der Nervenaustrittspunkte, bei Bedarf ergänzt durch Bildgebung der Halswirbelsäule zum Ausschluss anderer Ursachen.
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Aufklärung und Vorbereitung
Besprechung von Nutzen, Risiken und Ablauf der Behandlung sowie sterile Vorbereitung der Punktionsstelle.
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Durchführung der Infiltration
Injektion des Lokalanästhetikums, gegebenenfalls in Kombination mit Kortison, an den Austrittspunkt des Nervs am Hinterkopf. Die Anwendung dauert nur wenige Minuten.
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Nachbeobachtung und Verlaufskontrolle
Kurze Beobachtungszeit im Anschluss an die Behandlung, anschließend Beurteilung des Ansprechens und gemeinsame Planung weiterer Therapieschritte.
Evidenzbasiert und differenziert betrachtet
Infiltrationen der Nervi occipitales werden in der Schmerzmedizin seit Langem eingesetzt, insbesondere bei der Okzipitalneuralgie.
Für die Okzipitalneuralgie gilt die gezielte Infiltration als etablierte diagnostische und therapeutische Maßnahme. Bei anderen Kopfschmerzformen mit vermuteter Beteiligung der Nervi occipitales, etwa dem zervikogenen Kopfschmerz oder muskulär bedingten Spannungskopfschmerzen, ist die Datenlage insgesamt heterogener. Ein Behandlungserfolg lässt sich im Einzelfall nicht garantieren, wir beraten Sie auf Grundlage Ihrer individuellen Beschwerden und Voruntersuchungen, ob eine Infiltration für Sie eine sinnvolle Option darstellt.
Kombinationstherapie
Die Infiltration der Nervi occipitales kann Bestandteil eines individuellen Behandlungskonzeptes sein, nicht jeder Patient benötigt sämtliche Verfahren, welche Kombination sinnvoll ist, besprechen wir stets individuell mit Ihnen.
Behandlung bei MedArtes
Am Anfang steht bei uns immer eine genaue Diagnose. Auf dieser Grundlage besprechen wir gemeinsam mit Ihnen, welche Behandlung in Ihrer individuellen Situation medizinisch sinnvoll ist.
Die Infiltration der Nervi occipitales setzen wir gezielt bei entsprechendem klinischem Befund ein, häufig eingebettet in ein umfassenderes konservatives und interventionelles Behandlungskonzept der Nacken- und Halswirbelsäulenbeschwerden.
Ihr Spezialist für die Wirbelsäule
Häufig gestellte Fragen zur Infiltration der Nervi occipitales
Ist die Infiltration schmerzhaft?
Der Einstich selbst wird meist als kurzer, gut erträglicher Pieks wahrgenommen. Die Injektionsstelle liegt oberflächlich, sodass die Behandlung in aller Regel schnell und ohne größere Beschwerden durchführbar ist.
Wie schnell wirkt die Behandlung?
Die Wirkung des Lokalanästhetikums setzt meist innerhalb weniger Minuten ein. Ein enthaltenes Kortisonpräparat entfaltet seine entzündungshemmende Wirkung häufig erst mit einigen Tagen Verzögerung.
Wie lange hält die Wirkung an?
Das ist individuell unterschiedlich. Während die Wirkung des Lokalanästhetikums meist nur Stunden anhält, kann eine begleitende Kortisongabe zu einer länger anhaltenden Linderung über mehrere Wochen bis Monate führen.
Wie viele Behandlungen sind erforderlich?
Häufig reicht bereits eine Infiltration zur diagnostischen Einordnung aus. Bei gutem Ansprechen kann die Behandlung bei Bedarf in größeren Abständen wiederholt werden. Die genaue Anzahl richten wir individuell nach Beschwerdebild und Therapieansprechen aus.
Gibt es Nebenwirkungen?
Mögliche, meist vorübergehende Reaktionen sind ein Druckgefühl, eine leichte Schwellung oder ein Taubheitsgefühl im behandelten Bereich. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten.
Wann darf keine Infiltration durchgeführt werden?
Zu den Kontraindikationen zählen unter anderem lokale Infektionen im Punktionsbereich, bekannte Allergien gegen die verwendeten Medikamente sowie Blutgerinnungsstörungen bzw. bestimmte gerinnungshemmende Medikamente. Ob eine Infiltration für Sie infrage kommt, klären wir im persönlichen Gespräch.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Bei entsprechender medizinischer Indikation, etwa einer Okzipitalneuralgie, wird die Behandlung häufig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. In anderen Fällen kann es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) handeln. Wir informieren Sie gerne im Vorfeld über die voraussichtlichen Kosten.