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Schulter · Subakromiales Schmerzsyndrom

Subakromiales Schmerzsyndrom (Impingement): Symptome, Behandlung und Operation

Beim subakromialen Schmerzsyndrom, auch Impingement-Syndrom genannt, werden Sehnen der Rotatorenmanschette und der darüberliegende Schleimbeutel im engen Raum unter dem Schulterdach eingeengt und gereizt. Typisch ist ein schmerzhafter Bogen beim seitlichen Anheben des Arms sowie Beschwerden bei Über-Kopf-Tätigkeiten. In den meisten Fällen lässt sich das Beschwerdebild gut konservativ behandeln. Wir erklären, wie die Beschwerden entstehen, wie die Diagnose gestellt wird und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

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Kurzüberblick

Das Wichtigste auf einen Blick

Was ist es?

Eine schmerzhafte Einengung von Rotatorenmanschettensehnen und Schleimbeutel im Raum unter dem Schulterdach, meist durch ein Zusammenspiel knöcherner, sehniger und muskulärer Faktoren.

Typische Beschwerden

Schmerzhafter Bogen beim seitlichen Anheben des Arms, Schmerzen bei Über-Kopf-Tätigkeiten, häufig auch nächtliche Schmerzen beim Liegen auf der Schulter.

Diagnostik

Klinische Impingement-Tests, ergänzt durch Ultraschall; ein MRT wird ergänzend eingesetzt, um einen Sehnenriss auszuschließen.

Behandlung

Physiotherapie mit Skapula-Stabilisationstraining bildet die zentrale Säule, ergänzt durch weitere konservative und ggf. interventionelle Verfahren.

Operation notwendig?

Nur selten, meist erst, wenn die Beschwerden trotz konsequent ausgeschöpfter konservativer Behandlung über längere Zeit bestehen bleiben.

Prognose

Bei konsequenter konservativer Behandlung bessern sich die Beschwerden bei den meisten Patienten deutlich, auch wenn dies mitunter einige Wochen bis Monate dauern kann.

Beschwerdebild

Welche Symptome verursacht ein subakromiales Schmerzsyndrom?

Charakteristisch ist der sogenannte schmerzhafte Bogen (painful arc): Beim seitlichen Anheben des Arms treten die Schmerzen typischerweise in einem mittleren Bewegungsbereich auf, während sie darunter und darüber geringer ausgeprägt sind.

Die Schmerzen sitzen meist an der Außenseite der Schulter und im oberen Oberarm und verstärken sich bei Tätigkeiten über Kopfhöhe, etwa beim Aufhängen von Wäsche, beim Griff ins obere Regal oder bei Überkopfsportarten wie Schwimmen, Tennis oder Volleyball. Viele Patienten berichten außerdem über Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite, die den Nachtschlaf stören können.

Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend über Wochen bis Monate. Anfangs treten sie vor allem bei Belastung auf, im weiteren Verlauf mitunter auch in Ruhe. Eine spürbare Kraftminderung kann hinzukommen, ist beim reinen Impingement jedoch in der Regel weniger ausgeprägt als bei einem tatsächlichen Sehnenriss.

Warnzeichen

Wann sollten Sie zeitnah einen Arzt aufsuchen?

Ein subakromiales Schmerzsyndrom ist meist kein Notfall

Die Beschwerden entwickeln sich in der Regel schleichend und erfordern selten eine sofortige Behandlung. In folgenden Situationen sollten Sie die Schulter dennoch zeitnah untersuchen lassen:

  • Plötzlicher, deutlicher Kraftverlust beim Anheben des Arms, insbesondere nach einem Sturz oder einer Verletzung, möglicher Hinweis auf einen zusätzlichen Sehnenriss
  • Anhaltende, zunehmende Schmerzen mit spürbarer Schwäche, die sich unter Schonung nicht bessern
  • Deutliche Rötung, Überwärmung, Schwellung oder Fieber im Bereich der Schulter, mögliche Zeichen einer akuten Entzündung
  • Begleitende Taubheitsgefühle oder ausstrahlende Schmerzen, die auf eine zusätzliche Nervenbeteiligung hindeuten könnten

Bei einem plötzlichen, deutlichen Kraftverlust sollte zeitnah geklärt werden, ob zusätzlich zur Einengung bereits ein Sehnenriss vorliegt, da dies die weitere Behandlung beeinflusst.

Hintergrund

Was ist ein subakromiales Schmerzsyndrom?

Der Raum unter dem Schulterdach

Unter dem Schulterdach (Akromion) verläuft ein enger Raum, durch den die Sehnen der Rotatorenmanschette, vor allem die Sehne des Musculus supraspinatus, sowie der Schleimbeutel (Bursa subacromialis) hindurchziehen. Beim Anheben des Arms wird dieser Raum enger. Ist er zu klein oder wird er ungünstig belastet, kommt es zu einer wiederkehrenden Einengung und Reizung der darin liegenden Strukturen, dem sogenannten Impingement.

Ursachen und Risikofaktoren

Ein subakromiales Schmerzsyndrom entsteht meist durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

  • Knöcherne Faktoren: Eine individuell ungünstige Form des Schulterdachs oder knöcherne Anbauten (Osteophyten), etwa am Akromion oder am Schultereckgelenk, können den subakromialen Raum verengen.
  • Sehnige Faktoren: Eine Verdickung, Reizung oder beginnende degenerative Veränderung der Rotatorenmanschettensehne nimmt zusätzlich Platz im ohnehin engen Raum ein.
  • Muskulär-koordinative Faktoren: Ein Ungleichgewicht zwischen den Muskeln der Rotatorenmanschette und dem großen Deltamuskel sowie eine unzureichende Stabilisierung des Schulterblatts (Skapuladyskinesie) können dazu führen, dass sich der Oberarmkopf beim Anheben des Arms nicht optimal zentriert und der subakromiale Raum funktionell zusätzlich verengt wird.
  • Wiederholte Überkopfbelastung, etwa im Sport oder Beruf, sowie zunehmendes Lebensalter begünstigen die Beschwerden zusätzlich.

In den meisten Fällen liegt keine einzelne Ursache vor, sondern ein individuelles Zusammenspiel dieser Faktoren.

Wichtige Abgrenzung

Subakromiales Schmerzsyndrom, Tendinopathie oder Ruptur, wo liegt der Unterschied?

Beschwerden im Bereich der Rotatorenmanschette werden häufig verwechselt oder als ein einziges Krankheitsbild verstanden, obwohl medizinisch wichtige Unterschiede bestehen:

  • Subakromiales Schmerzsyndrom: Betrifft primär den Raum unter dem Schulterdach selbst, Sehne und Schleimbeutel werden mechanisch eingeengt, ohne dass zwingend eine strukturelle Sehnenschädigung vorliegen muss.
  • Rotatorenmanschetten-Tendinopathie: Betrifft die Sehne selbst, eine Reizung oder ein Verschleiß des Sehnengewebes ohne vollständigen Substanzdefekt. Sie ist häufig Folge oder Begleiterscheinung einer subakromialen Einengung.
  • Rotatorenmanschettenruptur: Ein tatsächlicher Riss der Sehnenfasern, teilweise oder vollständig, meist mit deutlicherem Kraftverlust verbunden. Ein länger bestehendes Impingement gilt als einer der Risikofaktoren für die Entstehung eines Sehnenrisses.

Die drei Beschwerdebilder können gemeinsam auftreten und gehen häufig fließend ineinander über. Ob eine reine Einengung, eine Sehnenreizung oder bereits ein Riss vorliegt, lässt sich anhand von klinischer Untersuchung und Bildgebung zuverlässig unterscheiden.

Untersuchung

Wie wird ein subakromiales Schmerzsyndrom diagnostiziert?

Klinische Impingement-Tests

Am Anfang steht das ausführliche Gespräch über Beschwerdebeginn, belastende Tätigkeiten und den Verlauf. Anschließend prüft der Arzt mit gezielten klinischen Testmanövern, ob sich die typischen Schmerzen durch eine Einengung des subakromialen Raums provozieren lassen. Diese Impingement-Tests geben wichtige Hinweise auf das Beschwerdebild und helfen, es von anderen Schulterproblemen abzugrenzen.

Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchung ermöglicht eine unmittelbare Beurteilung von Sehne und Schleimbeutel: Sie zeigt eine mögliche Verdickung oder Reizung der Rotatorenmanschettensehne, eine Flüssigkeitsansammlung im Schleimbeutel sowie erste Hinweise auf einen möglichen Sehnenriss.

MRT

Ein MRT wird nicht routinemäßig bei jedem Impingement benötigt, ist jedoch sinnvoll, wenn die Beschwerden trotz konservativer Behandlung anhalten, ein deutlicher Kraftverlust besteht oder ein Sehnenriss sicher ausgeschlossen werden soll. Es liefert eine detaillierte Darstellung von Sehnen, Schleimbeutel und knöchernen Strukturen unter dem Schulterdach.

Verhalten im Alltag

Was können Sie selbst tun?

Eine vorübergehende Reduktion von Über-Kopf-Tätigkeiten kann die Beschwerden spürbar lindern.

Vermeiden Sie in der akuten Phase Bewegungen und Tätigkeiten, die die Schmerzen deutlich verstärken, etwa längeres Arbeiten mit erhobenem Arm oder das Tragen schwerer Lasten über Kopfhöhe. Eine vollständige Ruhigstellung der Schulter ist dagegen nicht sinnvoll, da sie eine Versteifung begünstigen kann. Nachts kann ein Kissen zur Unterstützung des Arms in einer schmerzarmen Position hilfreich sein, insbesondere wenn Sie nicht auf der betroffenen Seite liegen können. Welche Übungen zur Kräftigung und Stabilisierung im Einzelfall sinnvoll sind, sollte gemeinsam mit einem Arzt oder Physiotherapeuten festgelegt werden.

Therapieplanung

Wie wird ein subakromiales Schmerzsyndrom behandelt?

Nein, ein subakromiales Schmerzsyndrom muss in aller Regel nicht operiert werden. Die überwiegende Mehrheit der Patienten profitiert von einer konsequent durchgeführten konservativen Behandlung.

Wie die Behandlung im Einzelfall aussieht, richtet sich nach Dauer und Stärke der Beschwerden, dem Ausmaß der funktionellen Einschränkung, dem Ultraschall- bzw. MRT-Befund, Ihrem Alter und Aktivitätsniveau sowie bereits erfolgten Vorbehandlungen. Ein reines, funktionell bedingtes Impingement ohne relevante Sehnenschädigung wird anders eingeordnet als ein Impingement mit begleitender, fortgeschrittener Sehnenreizung oder knöchernen Engstellen.

Ohne Operation

Konservative Behandlung des subakromialen Schmerzsyndroms

Da es sich meist um einen überwiegenden Weichteil- und Reizzustand handelt, stehen hier zahlreiche gut wirksame konservative Verfahren zur Verfügung.

Gut etablierte Therapie

Physiotherapie und Skapula-Stabilisationstraining

Gezieltes Training zur Kräftigung der Rotatorenmanschette und zur besseren Stabilisierung des Schulterblatts bildet die zentrale Säule der Behandlung. Ziel ist es, die muskulär-koordinative Balance wiederherzustellen und dadurch mehr Platz im subakromialen Raum zu schaffen.

Gut etablierte Therapie

Medikamentöse Schmerztherapie

Entzündungshemmende Schmerzmittel können in der akuten Phase eingesetzt werden, um Schmerzen zu reduzieren und die Teilnahme an der Physiotherapie zu erleichtern.

Sinnvolle Behandlungsoption

Subakromiale Kortison-Infiltration

Eine gezielte Infiltration in den Schleimbeutel unter dem Schulterdach kann bei ausgeprägten Schmerzen vorübergehend deutliche Linderung verschaffen und so den Einstieg in ein konsequentes Stabilisationstraining erleichtern. Sie behandelt die Begleitentzündung, nicht die zugrunde liegende Einengung.

Mehr über die interventionelle Schmerztherapie erfahren →
Sinnvolle Behandlungsoption

Stoßwellentherapie

Die Stoßwellentherapie kann als ergänzender Baustein des konservativen Behandlungskonzepts sinnvoll sein, insbesondere bei begleitender Sehnenreizung oder wenn andere Maßnahmen allein nicht ausreichend wirken.

Mehr über die Stoßwellentherapie →
Sinnvolle Behandlungsoption

Hochintensive Lasertherapie (HILT)

Die hochintensive Lasertherapie kann ergänzend zur Physiotherapie eingesetzt werden, um Schmerzen und die entzündliche Reizung im subakromialen Raum zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.

Mehr über die HILT →
Innovativer Therapieansatz

PRP-Infiltration

Die PRP-Infiltration ist eine innovative Therapieoption, die die körpereigenen Regenerationsprozesse gezielt an der gereizten Sehne unterstützen soll. Gerade bei einem überwiegenden Weichteil- und Reizzustand, der auf andere konservative Maßnahmen nicht ausreichend anspricht, kann sie das Behandlungskonzept sinnvoll ergänzen, die wissenschaftliche Datenlage für diese Indikation wächst kontinuierlich.

Mehr über die PRP-Therapie →
Therapieentscheidung

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Eine Operation kann erwogen werden, wenn trotz konsequent über mehrere Monate durchgeführter konservativer Behandlung, insbesondere Physiotherapie und Skapula-Stabilisationstraining, weiterhin relevante Beschwerden und Einschränkungen im Alltag bestehen.

Weitere Gründe können eine im Bildgebungsbefund erkennbare, deutliche knöcherne Enge unter dem Schulterdach sein, die die Beschwerden wesentlich mitverursacht, oder wiederkehrende, stark einschränkende Schmerzschübe trotz ausgeschöpfter konservativer Optionen. Die Entscheidung für eine Operation wird immer individuell im gemeinsamen Gespräch getroffen und setzt in aller Regel eine ausreichend lange, konsequent durchgeführte konservative Vorbehandlung voraus.

Operative Verfahren

Welche Operationsverfahren gibt es?

Das Standardverfahren beim behandlungsbedürftigen subakromialen Schmerzsyndrom ist die subakromiale Dekompression.

Subakromiale Dekompression

Bei diesem arthroskopischen, minimalinvasiven Eingriff wird der Raum unter dem Schulterdach erweitert, indem knöcherne Anbauten geglättet und der entzündlich veränderte Schleimbeutel entfernt werden. Ziel ist es, den Sehnen der Rotatorenmanschette wieder ausreichend Platz zu verschaffen und die mechanische Einengung dauerhaft zu beseitigen.

Nach dem Eingriff

Wie geht es nach der Operation weiter?

Nach einer subakromialen Dekompression kann der Arm meist bereits früh im Rahmen einer schmerzadaptierten Physiotherapie bewegt werden, da anders als bei einer Sehnennaht keine spezielle Einheilzeit einer Naht am Knochen abgewartet werden muss. Die Nachbehandlung konzentriert sich vor allem auf den schrittweisen Wiederaufbau von Beweglichkeit und Kraft.

Wann Sie den Arm wieder voll belasten, Über-Kopf-Tätigkeiten ausüben oder sportlich aktiv sein können, hängt vom individuellen Heilungsverlauf und dem Ausmaß des Eingriffs ab und wird im Rahmen der Nachsorge gemeinsam festgelegt.

Verlauf

Wie ist die Prognose bei einem subakromialen Schmerzsyndrom?

Mit einer konsequent über mehrere Wochen bis Monate durchgeführten konservativen Behandlung, insbesondere gezieltem Stabilisationstraining, bessern sich die Beschwerden bei den meisten Patienten deutlich. Bleibt die zugrunde liegende muskulär-koordinative Ursache unbehandelt, können die Beschwerden nach anfänglicher Besserung wiederkehren, insbesondere bei erneuter einseitiger Über-Kopf-Belastung.

Ein länger bestehendes, unbehandeltes Impingement gilt als Risikofaktor für die Entwicklung einer Sehnenreizung bis hin zu einem Sehnenriss, weshalb eine zeitgerechte Behandlung sinnvoll ist. Nach einer Operation berichten die meisten Patienten bei passender Indikation von einer deutlichen Besserung, wobei die Rückkehr zur vollen Belastbarkeit einige Wochen bis Monate in Anspruch nehmen kann.

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zum subakromialen Schmerzsyndrom

Muss ein subakromiales Schmerzsyndrom operiert werden?

Nein, in den meisten Fällen nicht. Die überwiegende Mehrheit der Patienten profitiert von einer konsequent durchgeführten konservativen Behandlung. Eine Operation wird nur erwogen, wenn die Beschwerden trotz ausgeschöpfter konservativer Maßnahmen über längere Zeit bestehen bleiben.

Was ist der schmerzhafte Bogen (painful arc)?

Damit ist gemeint, dass beim seitlichen Anheben des Arms die Schmerzen typischerweise in einem mittleren Bewegungsbereich auftreten, während sie bei niedrigerem oder sehr hohem Anheben geringer sind. Dieses Muster ist ein charakteristisches, wenn auch nicht beweisendes Zeichen für ein subakromiales Schmerzsyndrom.

Ist ein Impingement dasselbe wie ein Sehnenriss?

Nein. Beim Impingement wird die Sehne im engen Raum unter dem Schulterdach eingeengt und gereizt, ohne dass zwingend ein struktureller Defekt vorliegt. Ein länger bestehendes Impingement kann jedoch das Risiko für eine spätere Sehnenschädigung bis hin zu einem Riss erhöhen.

Welche Übungen helfen bei einem subakromialen Schmerzsyndrom?

Im Vordergrund steht ein gezieltes Kräftigungs- und Stabilisationstraining der Rotatorenmanschette und der schulterblattführenden Muskulatur. Welche Übungen im Einzelfall geeignet sind, sollte gemeinsam mit einem Arzt oder Physiotherapeuten anhand Ihres Befunds festgelegt werden.

Warum schmerzt die Schulter besonders nachts?

Beim Liegen auf der betroffenen Seite verändert sich die Belastung und Durchblutung im Bereich von Sehne und Schleimbeutel, was die Schmerzwahrnehmung häufig verstärkt. Ein Kissen zur Unterstützung des Arms in einer schmerzarmen Lagerung kann Linderung verschaffen.

Wie lange dauert es, bis die Beschwerden besser werden?

Das ist individuell unterschiedlich. Unter konsequenter konservativer Behandlung ist häufig innerhalb einiger Wochen mit einer spürbaren Besserung zu rechnen, eine vollständige Beschwerdefreiheit kann jedoch mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Darf ich mit einem subakromialen Schmerzsyndrom weiter Sport treiben?

Belastungen ohne Überkopfkomponente sind meist weiterhin möglich. Überkopfsportarten sollten dagegen vorübergehend reduziert oder angepasst werden, bis die Beschwerden sich unter Behandlung gebessert haben.

Kann das Beschwerdebild wiederkommen?

Ja, insbesondere wenn die zugrunde liegende muskulär-koordinative Ursache nicht ausreichend mitbehandelt wurde oder wieder einseitige Über-Kopf-Belastungen aufgenommen werden. Ein fortgeführtes Stabilisationstraining kann das Rückfallrisiko mit beeinflussen.

Bei MedArtes

Behandlung des subakromialen Schmerzsyndroms bei MedArtes

Am Anfang steht bei uns immer eine genaue Diagnose. Auf dieser Grundlage besprechen wir gemeinsam mit Ihnen, welche Behandlung in Ihrer individuellen Situation medizinisch sinnvoll ist.

Je nach Befund reicht das Spektrum von Physiotherapie und Stabilisationstraining über ergänzende Verfahren wie Stoßwelle, HILT oder PRP-Infiltration bis hin zur subakromialen Kortison-Infiltration und, in ausgewählten Fällen, der operativen Dekompression. Wir legen besonderen Wert auf eine differenzierte Diagnostik mittels klinischer Untersuchung und Ultraschall, um gemeinsam mit Ihnen die für Ihren Befund passende Behandlung festzulegen.

Zur Sicherheit

Zweitmeinung vor einer subakromialen Dekompression

Da eine Operation beim subakromialen Schmerzsyndrom nur nach ausgeschöpfter konservativer Behandlung erwogen wird, kann eine unabhängige Zweitmeinung eine gute zusätzliche Entscheidungsgrundlage bieten. Dabei werden Ihre Beschwerden, der Untersuchungs- und Bildgebungsbefund, die bereits durchgeführten konservativen Maßnahmen sowie die empfohlene Operationsindikation erneut eingeordnet. So können Sie Ihre Entscheidung für oder gegen eine Operation auf einer zusätzlichen fachlichen Einschätzung aufbauen.

Beschwerden abklären lassen

Wenn Sie Schmerzen beim seitlichen Anheben des Arms oder bei Über-Kopf-Tätigkeiten bemerken oder eine spezialisierte Einschätzung Ihrer Diagnose oder einer empfohlenen Operation wünschen, vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Sprechstunde.