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Schulter · Rotatorenmanschettenruptur

Rotatorenmanschettenruptur: Symptome, Behandlung und Operation

Bei einer Rotatorenmanschettenruptur reißt eine oder reißen mehrere Sehnen der Muskelgruppe, die das Schultergelenk umgibt und den Oberarmkopf führt, am häufigsten die Sehne des Musculus supraspinatus. Der Riss kann durch einen Sturz oder Unfall entstehen oder sich schleichend im Rahmen eines altersbedingten Sehnenverschleißes entwickeln. Je nach Ursache, Größe des Risses und Ihren individuellen Beschwerden kommt eine konservative Behandlung oder eine operative Naht der Sehne infrage.

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Kurzüberblick

Das Wichtigste auf einen Blick

Was ist es?

Ein Riss einer oder mehrerer Sehnen der Rotatorenmanschette, meist der Supraspinatussehne, traumatisch nach einem Sturz oder degenerativ durch Sehnenverschleiß.

Typische Beschwerden

Schmerzen beim Anheben des Arms, ausgeprägte nächtliche Schmerzen, spürbarer Kraftverlust, bei sehr großen Rissen teils eine sogenannte Pseudoparalyse.

Diagnostik

Klinische Funktionstests der Schulter, ergänzt durch Ultraschall und in der Regel eine Magnetresonanztomographie (MRT).

Behandlung

Je nach Befund Physiotherapie und Schmerztherapie oder eine arthroskopische Naht der gerissenen Sehne.

Operation notwendig?

Nicht immer, degenerative Teilrisse werden oft zunächst konservativ behandelt. Bei frischen, kompletten Rissen nach einem Unfall, besonders bei jüngeren und aktiven Patienten, wird häufig eher operiert.

Prognose

Abhängig von Rissgröße, Sehnenqualität und Zeitpunkt der Behandlung. Rechtzeitig genähte, frische Risse heilen in der Regel besser als lange bestehende, degenerative Defekte.

Beschwerdebild

Welche Symptome verursacht eine Rotatorenmanschettenruptur?

Typisch sind Schmerzen beim Anheben des Arms über Schulterhöhe, ausgeprägte Schmerzen in der Nacht und ein spürbarer Kraftverlust im betroffenen Arm.

Die Schmerzen sitzen meist an der Außenseite der Schulter und können bis in den Oberarm ausstrahlen. Viele Patienten berichten, dass sie nicht mehr auf der betroffenen Seite liegen können, weil sich die nächtlichen Schmerzen dadurch verstärken. Alltagsbewegungen wie das Anziehen einer Jacke, das Greifen nach einem Regal über Kopfhöhe oder das Kämmen der Haare fallen zunehmend schwer.

Bei einem plötzlichen, traumatischen Riss, etwa nach einem Sturz auf die Schulter oder den ausgestreckten Arm, setzen die Beschwerden meist akut und deutlich ein. Bei einem degenerativen, schleichend entstandenen Riss entwickeln sich die Beschwerden dagegen oft über Wochen bis Monate und werden mitunter zunächst als „normale" Schulterschmerzen wahrgenommen.

Bei sehr großen, ausgedehnten Rissen mehrerer Sehnen kann es zu einer sogenannten Pseudoparalyse kommen: Der Arm lässt sich dann trotz erhaltener Nervenfunktion kaum noch aktiv über die Horizontale anheben, weil die Kraftübertragung der Rotatorenmanschette fehlt.

Warnzeichen

Wann sollten Sie zeitnah einen Arzt aufsuchen?

In folgenden Situationen sollten Sie die Schulter zeitnah untersuchen lassen

Nicht jede Schulterbeschwerde ist ein Notfall. Einige Situationen sollten jedoch rasch fachärztlich abgeklärt werden:

  • Plötzlicher, kompletter Kraftverlust des Arms nach einem Sturz oder Unfall, insbesondere wenn der Arm kaum noch aktiv angehoben werden kann
  • Starke Schwellung, sichtbare Fehlstellung oder ausgeprägter Bluterguss der Schulter nach einer Verletzung
  • Anhaltende, zunehmende Schulterschmerzen mit Kraftverlust, die sich unter Schonung nicht bessern
  • Begleitende Taubheitsgefühle oder ein ausstrahlender Schmerz, der auf eine zusätzliche Nervenbeteiligung hindeuten könnte

Bei einer akuten, kompletten Ruptur nach einem Unfall verbessert eine zeitnahe fachärztliche Abklärung häufig die Behandlungsmöglichkeiten, da eine mögliche Operation umso einfacher ist, je frischer der Riss noch ist.

Hintergrund

Was ist eine Rotatorenmanschettenruptur?

Die Rotatorenmanschette und ihre Funktion

Die Rotatorenmanschette besteht aus vier Muskeln und ihren Sehnen, die den Oberarmkopf wie eine Manschette umschließen, ihn im Schultergelenk zentrieren und die Dreh- und Hebebewegungen des Arms ermöglichen. Am häufigsten betroffen ist die Sehne des Musculus supraspinatus, die den Arm seitlich anhebt und beim Anheben besonders beansprucht wird.

Traumatischer versus degenerativer Riss

Ein Sehnenriss der Rotatorenmanschette kann zwei grundsätzlich unterschiedliche Ursachen haben:

  • Traumatischer Riss: Entsteht plötzlich durch ein Unfallereignis, etwa einen Sturz auf die Schulter oder den ausgestreckten Arm, eine ruckartige Überlastung oder eine Schulterluxation. Betrifft häufiger jüngere, sonst gesunde Sehnen.
  • Degenerativer Riss: Entwickelt sich schleichend im höheren Lebensalter durch einen altersbedingten Verschleiß des Sehnengewebes, oft über Jahre hinweg und ohne ein einzelnes auslösendes Ereignis. Diese Risse sind deutlich häufiger als traumatische Rupturen.

Diese Unterscheidung ist für die Behandlung wichtig: Sie beeinflusst, wie dringlich eine mögliche Operation ist und wie gut die Sehne im Fall einer Naht voraussichtlich einheilen kann.

Risikofaktoren

  • Zunehmendes Lebensalter
  • Wiederholte Überkopfbelastung, etwa im Sport oder Beruf
  • Vorbestehende Enge unter dem Schulterdach (subakromiale Einengung)
  • Durchblutungsstörungen des Sehnengewebes, unter anderem begünstigt durch Rauchen
  • Ein vorausgegangener Sturz oder Unfall auf die Schulter
Wichtige Abgrenzung

Rotatorenmanschettenruptur oder Tendinopathie, wo liegt der Unterschied?

Beschwerden im Bereich der Rotatorenmanschette werden häufig verwechselt, da sich die Symptome überschneiden können. Für die Behandlung ist die Unterscheidung dennoch wichtig:

  • Rotatorenmanschetten-Tendinopathie: Eine Reizung oder ein Verschleiß der Sehne ohne vollständigen Substanzdefekt, die Sehne ist geschädigt, aber durchgehend intakt.
  • Rotatorenmanschettenruptur: Ein tatsächlicher Riss der Sehnenfasern, teilweise (Partialruptur) oder vollständig (Komplettruptur), meist mit deutlicherem Kraftverlust verbunden.
  • Subakromiales Schmerzsyndrom: Ein Überbegriff für Schmerzen durch eine Einengung von Sehnen und Schleimbeutel unter dem Schulterdach, der sowohl eine Tendinopathie als auch, bei fortgeschrittenem Verlauf, eine Rotatorenmanschettenruptur einschließen kann.

Ob eine Reizung, ein Teilriss oder ein kompletter Riss vorliegt, lässt sich anhand von Beschwerdebild, klinischer Untersuchung und Bildgebung, vor allem MRT, zuverlässig unterscheiden.

Untersuchung

Wie wird eine Rotatorenmanschettenruptur diagnostiziert?

Anamnese und klinische Funktionstests

Am Anfang steht das ausführliche Gespräch: Wann und wodurch begannen die Beschwerden, gab es ein Unfallereignis, wie stark ist der Kraftverlust im Alltag? Anschließend prüft der Arzt mit gezielten Funktionstests die Kraft und Beweglichkeit der einzelnen Sehnen der Rotatorenmanschette. Bestimmte Testmanöver geben bereits deutliche Hinweise darauf, welche Sehne betroffen und wie ausgeprägt der Funktionsverlust ist.

Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchung ermöglicht eine schnelle, unmittelbare Beurteilung der Sehnen der Rotatorenmanschette und kann größere Risse zuverlässig darstellen. Sie eignet sich auch gut, um beide Schultern im Seitenvergleich zu untersuchen.

MRT

Die Magnetresonanztomographie liefert die genaueste Darstellung von Rissgröße, Rissmuster und Qualität des betroffenen Sehnen- und Muskelgewebes. Sie ist meist entscheidend für die Planung der weiteren Behandlung, insbesondere wenn eine Operation erwogen wird, da sie zeigt, wie gut sich eine Sehne voraussichtlich rekonstruieren lässt.

Verhalten im Alltag

Was können Sie selbst tun?

Eine kurzzeitige Schonung der Schulter kann akute Beschwerden lindern, eine dauerhafte Ruhigstellung ist jedoch meist nicht sinnvoll.

Vermeiden Sie in der akuten Phase Bewegungen und Belastungen, die die Schmerzen deutlich verstärken, etwa Überkopfarbeiten oder das Tragen schwerer Lasten mit ausgestrecktem Arm. Eine vollständige Ruhigstellung über längere Zeit begünstigt jedoch eine Versteifung der Schulter und sollte vermieden werden. Nachts kann ein Kissen zur Unterstützung des Arms in einer schmerzarmen Position hilfreich sein. Welche Bewegungen und Übungen im Einzelfall sinnvoll sind, hängt vom Ausmaß des Risses ab und sollte gemeinsam mit einem Arzt oder Physiotherapeuten festgelegt werden.

Therapieplanung

Wie wird eine Rotatorenmanschettenruptur behandelt?

Nicht jede Rotatorenmanschettenruptur muss operiert werden. Insbesondere kleinere, degenerative Teilrisse werden häufig zunächst konservativ behandelt.

Ob eine konservative Behandlung ausreicht oder eine Operation sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab: der Ursache des Risses (traumatisch oder degenerativ), der Rissgröße und -qualität im MRT, dem Ausmaß des Kraftverlustes, Ihrem Alter und Aktivitätsniveau, der Dauer der Beschwerden sowie Ihren persönlichen Zielen und Ansprüchen an die Schulterfunktion. Ein frischer, kompletter Riss nach einem Unfall bei einem jüngeren, aktiven Patienten wird in der Regel anders bewertet als ein länger bestehender, degenerativer Teilriss bei einem älteren Patienten mit geringeren funktionellen Ansprüchen.

Ohne Operation

Konservative Behandlung einer Rotatorenmanschettenruptur

Bei degenerativen, nicht-akut-traumatischen Teilrissen steht die konservative Behandlung oft zunächst im Vordergrund.

Gut etablierte Therapie

Physiotherapie

Gezieltes Training zur Kräftigung der verbliebenen, intakten Anteile der Rotatorenmanschette und der schulterumgebenden Muskulatur kann die Funktion verbessern und Schmerzen lindern, auch wenn der Sehnendefekt selbst dadurch nicht verschlossen wird.

Gut etablierte Therapie

Medikamentöse Schmerztherapie

Entzündungshemmende Schmerzmittel können in der akuten Phase eingesetzt werden, um Schmerzen zu reduzieren und die Teilnahme an der Physiotherapie zu erleichtern.

Sinnvolle Behandlungsoption

Kortisoninfiltration

Eine gezielte Infiltration in den Schleimbeutel unter dem Schulterdach kann bei ausgeprägten Schmerzen vorübergehend Linderung verschaffen und den Einstieg in die Physiotherapie erleichtern. Sie behandelt die Begleitentzündung, nicht den Sehnendefekt selbst.

Mehr über die interventionelle Schmerztherapie erfahren →
Sinnvolle Behandlungsoption

Stoßwellentherapie

Bei kleineren, degenerativen Teilrissen ohne akutes Unfallereignis kann die Stoßwellentherapie als ergänzender Baustein des konservativen Behandlungskonzepts sinnvoll sein, insbesondere wenn begleitend Verkalkungen oder eine Sehnenreizung im Vordergrund stehen.

Mehr über die Stoßwellentherapie →
Sinnvolle Behandlungsoption

Hochintensive Lasertherapie (HILT)

Die hochintensive Lasertherapie kann bei degenerativen, kleineren Rissen und begleitender Sehnenreizung ergänzend zur Physiotherapie eingesetzt werden, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.

Mehr über die HILT →
Innovativer Therapieansatz

PRP-Infiltration

Die PRP-Infiltration ist eine innovative Therapieoption, die die körpereigenen Regenerationsprozesse gezielt an der Sehne unterstützen soll. Bei kleineren, degenerativen Teilrissen, die auf andere konservative Maßnahmen nicht ausreichend ansprechen, kann sie das Behandlungskonzept sinnvoll ergänzen, die wissenschaftliche Datenlage für diese Indikation wächst kontinuierlich.

Mehr über die PRP-Therapie →

Bei einem frischen, kompletten Sehnenriss nach einem Unfall, insbesondere bei jüngeren und aktiven Patienten, steht meist die Prüfung einer Operationsindikation im Vordergrund. Stoßwelle, HILT und PRP-Infiltration werden in dieser Situation in der Regel nicht als vorrangige Behandlung eingesetzt, sondern kommen eher bei den nicht-operativ behandelten, degenerativen Fällen in Betracht.

Therapieentscheidung

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Eine Operation wird vor allem bei frischen, traumatischen Komplettrissen erwogen, insbesondere bei jüngeren, aktiven Patienten mit relevantem Kraftverlust, hier gilt: je zeitnaher die Naht erfolgt, desto besser lässt sich die Sehne meist rekonstruieren.

Bei degenerativen Rissen wird die Operationsindikation individueller gestellt: Sie kann sinnvoll sein, wenn trotz konsequenter konservativer Behandlung über mehrere Wochen relevante Schmerzen oder ein funktionell störender Kraftverlust bestehen bleiben, wenn der Riss zunehmend größer wird oder wenn ein hoher funktioneller Anspruch an die Schulter besteht, etwa bei sportlicher oder beruflicher Belastung. Bei sehr weit fortgeschrittenen, langjährigen Defekten mit ausgeprägtem Muskelschwund kann eine Sehnennaht dagegen nicht mehr in jedem Fall erfolgversprechend sein, dies wird individuell anhand der Bildgebung beurteilt.

Operative Verfahren

Welche Operationsverfahren gibt es?

Das Standardverfahren bei einer behandlungsbedürftigen Rotatorenmanschettenruptur ist die arthroskopische Naht der gerissenen Sehne.

Arthroskopische Rotatorenmanschettennaht

Über kleine Hautschnitte wird die gerissene Sehne mittels Gelenkspiegelung (Arthroskopie) wieder an ihrem ursprünglichen Ansatzpunkt am Oberarmkopf befestigt. Das minimalinvasive Vorgehen ist heute für die meisten Rissformen der Standardzugang und ermöglicht eine differenzierte Beurteilung sowie Versorgung des Sehnendefekts.

Bei sehr ausgedehnten, nicht mehr rekonstruierbaren Defekten mit fortgeschrittenem Sehnenverlust kann sich im Verlauf eine sogenannte Defektarthropathie entwickeln, ein durch den dauerhaften Sehnendefekt bedingter Verschleiß des Schultergelenks. In solchen Einzelfällen kann die Versorgung mit einer Schulterendoprothese, insbesondere einer inversen Prothese, eine weiterführende Behandlungsoption sein.

Nach dem Eingriff

Wie geht es nach der Operation weiter?

Nach einer Rotatorenmanschettennaht wird der Arm zum Schutz der genähten Sehne für mehrere Wochen in einer speziellen Schulterorthese ruhiggestellt, wobei in dieser Zeit bereits eine schonende, geführte Physiotherapie beginnt. Die Sehne braucht Zeit, um am Knochen wieder fest anzuwachsen, weshalb die Belastung schrittweise über mehrere Wochen bis Monate gesteigert wird.

Wann Sie den Arm wieder frei bewegen, aktiv kräftigen oder sportlich belasten können, hängt von der Rissgröße, dem operativen Befund und dem individuellen Heilungsverlauf ab und wird im Rahmen der Nachsorge gemeinsam festgelegt.

Verlauf

Wie ist die Prognose bei einer Rotatorenmanschettenruptur?

Ein gerissener Sehnenanteil der Rotatorenmanschette heilt nicht von selbst wieder zusammen. Ohne Behandlung bleibt der Kraftverlust bestehen, und degenerative Risse können im Lauf der Zeit größer werden. Mit konsequenter konservativer Behandlung lassen sich Schmerzen bei vielen Patienten mit kleineren, degenerativen Teilrissen jedoch deutlich lindern, auch wenn der strukturelle Defekt bestehen bleibt.

Nach einer operativen Naht hängt die Prognose wesentlich von Rissgröße, Sehnen- und Muskelqualität sowie dem Zeitpunkt der Operation ab. Frische, traumatische Risse, die zeitnah versorgt werden, heilen in der Regel günstiger als lange bestehende, degenerative Defekte mit bereits fortgeschrittenem Sehnenrückzug. Ein gewisses Risiko, dass die genähte Sehne nicht vollständig oder erneut einreißt, bleibt bestehen und wird unter anderem durch Rissgröße und Sehnenqualität beeinflusst.

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zur Rotatorenmanschettenruptur

Muss eine Rotatorenmanschettenruptur immer operiert werden?

Nein. Kleinere, degenerative Teilrisse werden häufig zunächst konservativ mit Physiotherapie und gegebenenfalls Schmerztherapie behandelt. Bei frischen, kompletten Rissen nach einem Unfall, besonders bei jüngeren, aktiven Patienten, wird eine Operation dagegen häufiger und zeitnah erwogen.

Kann ein gerissener Sehnenanteil von selbst wieder zusammenwachsen?

Nein, ein tatsächlicher Sehnenriss heilt nicht von selbst. Konservative Maßnahmen können jedoch die Beschwerden lindern und die verbliebene Funktion der Schulter verbessern, auch ohne den Defekt zu verschließen.

Wie lange kann ich nach einem Sturz mit der Behandlung warten?

Bei einem Verdacht auf einen frischen, traumatischen Riss sollte eine fachärztliche Abklärung möglichst zeitnah erfolgen, da eine mögliche Sehnennaht umso einfacher und aussichtsreicher ist, je frischer der Riss noch ist.

Warum tut die Schulter besonders nachts weh?

Beim Liegen verändert sich die Belastung und Durchblutung im Bereich der geschädigten Sehne, was die Schmerzwahrnehmung häufig verstärkt. Ein Kissen zur Unterstützung des Arms in einer schmerzarmen Lagerung kann Linderung verschaffen.

Ist Sport nach der Diagnose noch möglich?

Das hängt vom Ausmaß des Risses, den betroffenen Sehnenanteilen und der gewählten Behandlung ab. Überkopfbelastende Sportarten sollten bis zur ärztlichen Freigabe zurückhaltend ausgeübt werden.

Wie lange dauert die Reha nach einer Rotatorenmanschettennaht?

Die Nachbehandlung erstreckt sich meist über mehrere Monate, da die genähte Sehne Zeit braucht, um am Knochen fest anzuwachsen, bevor die Belastung schrittweise gesteigert werden kann. Die genaue Dauer richtet sich nach Rissgröße und individuellem Heilungsverlauf.

Kann die Sehne nach einer Operation erneut reißen?

Ein gewisses Risiko besteht, insbesondere bei größeren Rissen, minderwertiger Sehnenqualität oder zu früher Belastung. Eine konsequente, schrittweise Nachbehandlung nach Anleitung soll dieses Risiko möglichst gering halten.

Bei MedArtes

Behandlung der Rotatorenmanschettenruptur bei MedArtes

Am Anfang steht bei uns immer eine genaue Diagnose. Auf dieser Grundlage besprechen wir gemeinsam mit Ihnen, welche Behandlung in Ihrer individuellen Situation medizinisch sinnvoll ist.

Je nach Befund reicht das Spektrum von konservativen und ergänzenden regenerativen Verfahren bis hin zur individuell geplanten arthroskopischen Sehnennaht. Wir legen besonderen Wert auf eine differenzierte Diagnostik mittels Ultraschall und MRT, um gemeinsam mit Ihnen die für Ihren Befund passende Behandlung festzulegen.

Zur Sicherheit

Zweitmeinung vor einer Rotatorenmanschetten-Operation

Gerade bei degenerativen Rissen, bei denen die Operationsindikation nicht eindeutig ist, kann eine unabhängige Zweitmeinung eine gute Entscheidungsgrundlage bieten. Dabei werden Ihre Beschwerden, der Ultraschall- und MRT-Befund, bereits ausgeschöpfte konservative Maßnahmen sowie das empfohlene Vorgehen erneut eingeordnet. So können Sie Ihre Entscheidung für oder gegen eine Operation auf einer zusätzlichen fachlichen Einschätzung aufbauen.

Beschwerden abklären lassen

Wenn Sie Schmerzen oder Kraftverlust in der Schulter bemerken oder eine spezialisierte Einschätzung Ihrer Diagnose oder einer empfohlenen Operation wünschen, vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Sprechstunde.